Archiv für September 2011

Treptow übernimmt unseren Bürgerflyer

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick hat unseren Flyer „Kommunal handeln für eine demokratische Streitkultur und Toleranz im Wahlkampf“ für ihren Bezirk übernommen. Der Flyer wurde in hoher Auflage gedruckt und wird nun auch in Treptow-Köpenick verteilt.

Download des Flyers

Neues Neonazizentrum in der Lückstraße gekündigt

Der Tagesspiegel veröffentlichte am 22. August einen Artikel, in dem zu lesen war, dass Neonazis in der Lückstraße ein Ladengeschäft angemietet hätten.
Die Anmietung erfolgte über einen Verein mit dem Namen „Sozial engagiert in Berlin“, dessen Vorsitzende die beiden bekannten Neonazis Sebastian T. – Wahlkandidat der NPD – und David G. aus Lichtenberg sind. Der Treffpunkt wird dem neonazistischen Netzwerk „NW Berlin“ zugeordnet. Vermutet wird, dass die Neonazis dort Treffen abhalten und Materialien lagern. Nach Intervention des Bezirks entschloss sich der Vermieter des Objekts, den Neonazis fristlos zu kündigen. Bis spätestens diesen Donnerstag müssen sie das Geschäft geräumt haben. Dem Vermieter ist für seinen mutigen Schritt zu danken.

Artikel: Für demokratische Streitkultur (03.09.2011)

Teil 2: Was kann man gegen Rechtspopulismus tun?
Artikelreihe des Lichtenberger Bündnisses in den Rathausnachrichten zu den bevorstehenden Wahlen.

An den Wahlen im September nehmen rechtspopulistische Parteien teil, die zum Ausgrenzen von Minderheiten, Religionen oder Kulturen aufrufen. Welche Möglichkeiten haben Demokratinnen und Demokraten, dagegen aktiv zu werden? Das Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz sprach darüber mit Dirk Stegemann, dem Sprecher des Bündnisses „Rechtspopulismus stoppen“, und Dr. Sufian Weise, einem der Gründer des Interkulturellen Bildungszentrums (IKB) im Weitlingkiez.

Wie kann man intervenieren?
Dirk Stegemann: Aufklärung ist notwendig. Man kommt nicht umhin, sich über die Strukturen und Vernetzungen rechtspopulistischer Organisationen zu informieren. Darüber hinaus dürfen deren öffentliche Aktivitäten in Berlin nicht zur unwidersprochenen Normalität werden. Deshalb bleiben Proteste notwendig. Rassismus und Sozialchauvinismus müssen als Probleme und als Ausgrenzungsmechanismen gegenüber sozialen Randgruppen verstanden werden. Rechtspopulist-/innen gehen mit scheinbar einfachen Antworten auf Stimmenjagd. Nur wenn die tatsächlichen Ursachen und Profiteure gesellschaftlicher Probleme erkannt und benannt werden, kann rassistischer Hetze und sozialer Ausgrenzung wirkungsvoll entgegen getreten werden.

Was bietet das Interkulturelle Bildungszentrum (IKB)?
Sufian Weise: Bereits vier Jahre setzen wir uns mit Projekten und Aktionen für ein friedliches und vielfältiges Miteinander nicht nur im Weitlingkiez ein. Das IKB ist mit Unterstützung des Lokalen Aktionsplanes entstanden. Inzwischen ist es zu einem Nachbarschaftstreffpunkt und einem Ort für Bildung, Erfahrungsaustausch und Kultur geworden. Im IKB begegnen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft: Vietnamesische Mitbürger/innen zum Beispiel vervollkommnen ihre Sprachkenntnisse und erhalten Einblicke in das Funktionieren der Berliner Verwaltung. Kiezbewohner/innen lernen während der „Länderveranstaltungen“ andere Kulturen direkt kennen, und all das in Kooperation mit dem Bezirksamt und anderen Lichtenberger Projekten.
Wir wollen mit unserer Arbeit erreichen, dass es für alle Menschen in Lichtenberg, in Berlin, gleich welcher sozialen, kulturellen, ethnischen Herkunft ein Anliegen ist, das Leben hier mit zu gestalten. Damit wir das auch zukünftig können, sollten alle Wählerinnen und Wähler am 18. September unbedingt wählen gehen und einer demokratischen Partei ihre Stimme geben.

Weitere Informationen:
www.zusammenhandeln.blogsport.eu
www.lichtenbergerbuendnis.de.tc

Artikel als PDF