Archiv für März 2013

Bunter Wind für Lichtenberg am 16.April 2013

blumeUnter dem Motto „Wir für Demokratie – Tag und Nacht für Toleranz“ setzt die Bundesregierung am 16. April 2013 ein deutliches Zeichen für Toleranz und Vielfalt und gegen Rechtsextremismus. Im Zusammenwirken von Politik und Zivilgesellschaft soll das Engagement all derjenigen lebendig und erlebbar werden, die sich tagtäglich für unsere Demokratie einsetzen.

Der Bezirk Lichtenberg wird sich an diesem Aktionstag unter dem Motto „Bunter Wind für Lichtenberg“ mit mehr als 15 Veranstaltungen beteiligen. Verschiedene Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung organisieren die Aktivitäten und laden Sie ein, die Angebote wahrzunehmen.

Beispiele für Aktivitäten:

Kühne Originalität: Film „Dicke Mädchen“ mit anschließender Diskussion mit Axel Ranisch (Regisseur und Schauspieler) – 15.00 Uhr – Kino CineMotion (Wartenberger Straße 174; 13051 Berlin)

Bericht: Von Togo über Rathenow nach Berlin mit Abdoul Yacoubou – 17.00 Uhr – Interkultureller Garten (Liebenwalder Straße 12-18; 13055 Berlin)

Kinoabend: Film „Gerdas Schweigen“ mit anschließender Diskussion mit Knut Elstermann (Filmkritiker und Radio Eins-Moderator) – 19.00 Uhr – Kino CineMotion (Wartenberger Straße 174; 13051 Berlin)

Ein Tag vor dem NSU-Prozessbeginn in München: Lesung „Terror von rechts. Die Nazi-Morde und das Versagen der Politik“ mit Patrick Gensing (Autor und Nachrichtenredakteur bei tagesschau.de) – 19.00 Uhr – Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Heinrichstraße 31; 10317 Berlin)

Weitere Informationen:
Sonderseite für den Aktionstag

Erster Mai in Berlin – Nazifrei!

bildAm 1. Mai wird ein Aufmarsch von der rechtsextremen NPD „mit großer Abschlusskundgebung“ am S-Bahnhof Schöneweide im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick geplant. Der Protest dagegen beginnt bereits am Vorabend. Am 30. April veranstaltet die Kampagne „Gemeinsam gegen Nazis“ direkt in Berlin-Schöneweide eine antifaschistische Großdemonstration mit anschließendem kostenlosem Openair. Es wird mit mehreren Tausend Besuchern gerechnet.

Das Lichtenberger Bündnis unterstützt den Aufruf zu den Protesten gegen den NPD-Aufmarsch am 1.Mai 2013. Unter dem Motto „Kommt nach vorne – Nazis blockieren! Erster Mai in Berlin – Nazifrei!“, rufen neben uns Abgeordnete von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, Piraten, Vertreter_innen der Gewerkschaft ver.di, Künstler_innen, zivilgesellschaftliche Organisationen sowie linke und antifaschistische Gruppen dazu auf, die Route zu blockieren.

Den kompletten Aufruf des Bündnisses, weitere Infos und eine Liste der Erstunterzeichner_innen gibt es unter www.1mai-nazifrei.tk.

Lichtenberger Bündnis solidarisiert sich mit Pfarrer Lothar König

Das Lichtenberger Bündnis solidarisiert sich mit Pfarrer Lothar König aus Jena. Aus diesem Grund unterzeichen wir den folgenden Aufruf:

Gegen die Kriminalisierung zivilgesellschaftlichen Handelns!

Mehr als 150 Menschen sind in der Bundesrepublik Deutschland seit 1990 von Neonazis getötet worden. Das macht uns sprachlos und unser Mitgefühl gilt ihren Hinterbliebenen. Umso größer ist unsere Bestürzung über das Versagen bei der Verfolgung von Nazi-Terroristen und deren militantem Umfeld insbesondere auch im Freistaat Sachsen.

Dem entgegen steht der offensichtliche Eifer der sächsischen Behörden bei der Kriminalisierung von Demonstrantinnen und Demonstranten, die sich jedes Jahr dem Missbrauch des Gedenkens der Zerstörung Dresdens durch Rechtsextreme entschlossen und gewaltfrei entgegenstellen.

Der Jenaer Stadtjugendpfarrer Lothar König wird wegen seines Engagements gegen Europas größten Neonazi-Aufmarsch am 19.02.2011 von der Dresdner Staatsanwaltschaft wegen des Vorwurfs „des besonders schweren Falls des Landfriedensbruchs“ angeklagt. Dabei wird ihm nicht sein eigenes, stets gewaltfreies, Handeln vorgeworfen, vielmehr soll er stellvertretend für im Umfeld der Demonstration und von Anderen begangene Straftaten haften.

Die friedliche Blockade hat ihre Wurzeln in der Friedensbewegung der alten Bundesrepublik und bereitete den Weg der Demokratie in der DDR. Lothar König steht in der Kontinuität demokratischen bürgerrechtlichen Engagements von der Demokratiebewegung in der DDR zum Widerstand gegen menschenverachtenden Rassismus und Neofaschismus.

Wir wenden uns gegen den Versuch einer Kriminalisierung aktiven zivilgesellschaftlichen Handelns.

Unsere Solidarität gilt Pfarrer Lothar König

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