Archiv für Mai 2013

Mehr als 700 Menschen beteiligten sich am Aktionstag am 16. April 2013

Unter dem Motto „Wir für Demokratie – Tag und Nacht für Toleranz“ setzte die Bundesregierung am 16. April 2013 ein deutliches Zeichen für Toleranz und Vielfalt und gegen Rechtsextremismus. Der Bezirk Lichtenberg beteiligte sich unter Schirmherrschaft von Bezirksbürgermeister Andreas Geisel (SPD) und mit der Unterstützung des Lichtenberger Bezirksamtes an diesem Aktionstag unter dem Motto „Bunter Wind für Lichtenberg“.
Mehr als 700 Menschen nahmen die 16 angebotenen Veranstaltungen in Lichtenberg wahr. Verschiedene Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung organisierten die Aktivitäten. Mehr als 35 Organisationen und namenhaften Einzelpersonen aus Lichtenberg unterstützten den Aktionstag.

Hohenschönhausen Nord
Im Kino CineMotion wurde der mehrfach preisgekrönte Film „Dicke Mädchen“ gezeigt. Im Anschluss daran fand eine rege Podiumsdiskussion mit dem jungen Lichtenberger Regisseur Axel Ranisch sowie seiner 92- jährigen Großmutter Ruth Bickelhaupt statt, die im Film die demenzkranke Mutter spielt. Am Abend wurde der Film „Gerdas Schweigen“ gezeigt. Der RadioEins – Moderator Knut Elstermann stand bei der anschließenden Podiumsdiskussion für Publikumsfragen zur Verfügung. Zwischen den Filmen wurde eine Menschenkette für Demokratie und gegen Rechtsextremismus am Brunnenplatz neben dem Kino durchgeführt.

Hohenschönhausen Süd
In Hohenschönhausen Süd luden das Flüchtlingswohnheim in der Werneuchnerstraße, der Interkulturelle Garten und die Jugendfreizeiteinrichtung OCB zu verschiedenen kulturellen Angeboten ein. Während im Wohnheim ein Fest für Bewohner/innen und Anwohner/innen stattfand, wurde im Interkulturellen Garten gemeinsam ein Beet gestaltet und durch das Bezirksamt dem Wohnheim und den darin wohnenden Flüchtlingen zur Patenschaft übergeben. Neben einer Ausstellung zum ehemaligen Flüchtlingswohnheim in der Gehrenseestraße wurden verschiedene Vorträge zum Themakomplex „Migration und Demokratieentwicklung“ angeboten.

Lichtenberg Mitte
In Lichtenberg Mitte startete der Aktionstag mit dem bundesweit bekannten Journalisten Toralf Staud. Er berichtete den hauptsächlich in der Jugendarbeit tätigen Teilnehmer/innen über die neusten Entwicklungen in der rechtsextremen Szene. Bis zum Abend wurden vom Interkulturellen Bildungszentrum, dem Forum Weitlingkiez und der Evangelisch-Freikirch-liche Gemeinde Lichtenberg verschiedene kulturelle Angebote offeriert. Im Interkulturellen Bildungszentrum luden vietnamesische Migrant/innen zu einem bunten Programm ein. In der KULTschule sprach am Nachmittag die ehemalige Zwangsarbeiterin Vera Friedländer über ihre Verfolgung im Nationalsozialismus. Abends referierte der Hamburger Journalist Patrick Gensing zum rechtsterroristischen NSU und dem anstehenden Prozess. Am Ende des Aktionstages produzierte das Team des Jugendfunkhauses eine Internet-Radiosendung, die die gemachten Eindrücke des Tages zusammenfasste.