Archiv für September 2013

Veranstaltungsreihe zum 70. Jahrestag des Aufstands in Sobibor – im Oktober/November in Lichtenberg

Vom 7. Oktober bis zum 11. November finden im Bezirk mehrere Veranstaltungen statt, die die Geschichte des Vernichtungslagers Sobibor und des erfolgreichen Aufstands vor 70 Jahren beleuchten.

Die Veranstaltungen im Einzelnen:
7. Oktober 2013 – 19:00 Uhr – JFE Linse (Parkaue 25)
Die „Aktion Reinhardt“ und deren Vernichtungslager

22. Oktober 2013 – 18:30 Uhr – Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek (Frankfurter Allee 149)
„Hunderte solcher Helden“ – Der Aufstand jüdischer Gefangener im NS-Vernichtungslager Sobibór
Lesung mit der Autorin und Historikerin Franziska Bruder

7. November 2013 – 19:00 Uhr – Weites Theater (Parkaue 23)
Der Aufstand in Sobibór und die „Aktion 1005″
Veranstaltung mit dem Schriftsteller Jens Hoffmann und dem Film „Sobibór, 14. Oktober 1943, 16 Uhr“

11. November 2013 – 19:00 Uhr – JFE Linse (Parkaue 25)
Späte juristische Aufarbeitung – Der Demjanjuk-Prozess
Veranstaltung mit dem Zeitzeugen und Nebenkläger Kurt Gutmann
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Bündnis verurteilt NPD-Hetzbrief gegen Lichtenberger Bundestagskandidaten

In den vergangenen Tagen verschickte die neonazistische Partei NPD Hetzbriefe an Politiker/innen verschiedener Parteien, denen sie einen Migrationshintergrund zuschreibt. Inhalt des Briefes war ein falsches Flugticket und die Aufforderung, Deutschland zu verlassen. Die NPD versucht mit dieser und anderen Aktionen kurz vor der Bundestagswahl rassistische Töne in den Wahlkampf zu einzubringen und mit Provokation in der Öffentlichkeit wahrnehmbar zu werden.
Auch der Kandidat der Lichtenberger Bündnis90/Die Grünen Bartosz Lotarewicz erhielt einen solchen Brief. Er engagiert sich im Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz und wurde aufgrund seiner polnischen Herkunft Ziel der rassistischen NPD-Briefaktion. Das Bündnis verurteilt die Aktion aufs schärfste. Wir sprechen Bartosz Lotarewicz unsere Solidarität und Unterstützung gegen die Angriffe von neonazistischer Seite aus.
In Zeiten rassistischer Mobilisierungen gegen Flüchtlinge und ihre Unterbringungen ist es unserem Bündnis wichtig, klar Position zu beziehen – gegen Neonaziparteien, die die deutsche Gesellschaft nach völkischen Kriterien teilen wollen – aber auch gegen Anwohner/innenproteste, die die Unterbringung von Hilfebedürftigen, die in Deutschland Schutz vor Krieg und Zerstörung suchen, in ihrem Kiez verhindern wollen und dabei rassistischen Vorurteilen aufsitzen. Das Bündnis setzt sich für ein friedliches und solidarisches Zusammenleben aller ein, unabhängig von Herkunft, Religion, sexueller Orientierung und Hautfarbe.

Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz
19. September 2013

Kein Naziaufmarsch in Lichtenberg! – Bunter Wind für Lichtenberg!

bildAm Samstag, den 21. September 2013 will die rechtsextreme Partei „DIE RECHTE“ im Lichtenberger Weitlingkiez aufmarschieren. Sie wollen vom S-Bhf Lichtenberg bis zum S-Bhf Nöldnerplatz demonstrieren. Erst vor wenigen Tagen wurde der Landesverband Berlin dieser Partei gegründet. Unter den Vorstandsmitgliedern befinden sich mehrere Personen, die seit vielen Jahren in der rechtsextremen Szene aktiv sind und der durch den Innensenator verbotenen Kameradschaft „Frontbann 24″ angehörten.

Wir rufen, gemeinsam mit dem Lichtenberger Bezirksamt, alle Lichtenbergerinnen und Lichtenberger auf, sich an den Gegenprotesten zu beteiligen. Zeigen Sie, dass in Lichtenberg kein Platz mehr für Neonazis ist.

Für ein vielfältiges, demokratisches und weltoffenes Lichtenberg!
Bunter Wind für Lichtenberg!

Folgende Gegenkundgebungen wurden am 21. September 2013 angemeldet:

Treffpunkt ab 13.30 Uhr – S-Bhf Lichtenberg
Treffpunkt ab 13.30 Uhr (Beginn 14.00 Uhr) – Münsterlandplatz im Weitlingkiez

Hier der Aufruf des Bezirksamtes:
Aufruf des Bezirksamtes

Gemeinsam handeln! – Flugblatt zur Wahl veröffentlicht

Am 22. September 2013 sind Bundestagswahlen! Zu Wahlen werden immer wieder Stimmen laut, die zur Ausgrenzung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion, Hautfarbe, sexuellen Orientierung oder sozialen Randständigkeit aufrufen. Solche Stimmen finden sich nicht nur in rechtspopulistischen und neonazistischen Parteien, sondern manchmal auch bei Vertreter_innen anderer Parteien.
Daher rufen wir die Bürger_innen auf, sich auch im Wahlkampf gegen rassistische und diskriminierende Hetze zu stellen. Es muss einen demokratischen Konsens geben, von dem wir nicht zurück weichen dürfen.

Der Flyer zum Download.