Archiv für Dezember 2014

Dienstag, 06.01.2015 – Protest gegen Rassismus in Falkenberg


Willkommen in Lichtenberg – Solidarität mit Flüchtlingen!

In der letzten Zeit sind viele Menschen geflohen vor Krieg, Hunger, Diskriminierung, Bedrohung und Not. Flucht bedeutet, dass man sein zu Hause aufgibt und sich auf einen langen, gefährlichen Weg macht für ein besseres Leben – viel lässt man zurück. Am Dienstag, den 6. Januar 2015 wird unter anderem über die Facebookseite „Kein Asylanten- Containerdorf in Falkenberg“ zu einer Demonstration ab 19 Uhr aufgerufen. Treffpunkt der Heimgegner ist der netto-Parkplatz Egon-Erwin-Kisch-Straße Ecke Falkenberger Chaussee.

Die Facebook-Seite ist Teil eines rassistischen Netzwerkes in Berlin, das unter dem Label „Berlin wehrt sich“ agiert und maßgeblich von organisierten Rechtsextremen getragen wird. In einer Ende Dezember 2014 veröffentlichten Stellungnahme positionieren sich die Organisator_innen als Anti-Demokrat_innen und fordern einen Wechsel hin zu einem autoritären, rassistischen und antihumanistischen politischen System jenseits der bestehenden parlamentarischen Demokratie. Bereits am 16. Dezember 2014 fand ein rassistischer Aufmarsch statt, der durch eine Person aus der NPD angemeldet wurde. An diesem nahmen 120 Rassist_innen teil – unter ihnen auch organisierte Neonazis aus der NPD und dem Netzwerk des Nationalen Widerstands Berlin. Weiterhin demonstrierten die Rechtspopulist_innen von „pro Deutschland“ mit. Etwa 250 Menschen begleiteten den rassistischen Aufmarsch mit Protesten.

Das Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz ruft dazu auf, am Dienstag, den 6. Januar 2015 Solidarität mit Flüchtlingen zu zeigen. Allein durch den Krieg in Syrien wurden 2,8 Millionen Menschen zu Flüchtlingen. Einige von ihnen werden ab 2015 auch in Falkenberg ein neues zu Hause und Schutz finden. Dort entsteht im Hausvaterweg ein sogenanntes Containerdorf für 240 Flüchtlinge. Das Recht auf Asyl ist im deutschen Grundgesetz verankert und beinhaltet den Schutz der Person und die Bereitstellung von Mitteln zur Existenzsicherung, wie zum Beispiel eine Unterkunft.
Unser Ziel ist es nicht, die Debatte über die Unterbringung von Flüchtlingen durch Demonstrationen zu ersetzen. Wir wollen jedoch deutlich machen, dass Rassismus und Ausgrenzung in Falkenberg und anderswo keinen Platz hat.
Darum ruft das Lichtenberger Bündnis auf, sich an den Kundgebungen für die Flüchtlinge zu beteiligen und nicht an der Demonstration gegen sie, denn Lichtenberg ist ein weltoffener und toleranter Bezirk.

Angemeldete Kundgebungen:
6. Januar 2015:
18 Uhr – Egon-Erwin-Kisch-Straße /Grevesmühlener Straße (Nähe S-Bhf Hohenschönhausen)
18 Uhr – Falkenberger Chaussee /Vincent-van-Gogh-Straße

Gemeinsame Anreise aus der Innenstadt:

17:30 Uhr, Ostkreuz (Ausgang Sonntagsstraße)

Aktionskarte
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250 Menschen protestieren gegen rassistischen Aufmarsch

Am Dienstag, dem 16. Dezember 2014, veranstalteten etwa 120 Menschen einen Anti-Flüchtlingsheim-Aufmarsch in Hohenschönhausen. Schon am Startpunkt wurde deutlich, dass die gesamte Aufmarsch-Struktur von Aktivist/innen der Berliner NPD gestellt wurde. Mit rassistischen Redebeiträgen und Parolen zog der Aufmarsch quer durch Wartenberg und Falkenberg und endete am S-Bhf. Ahrensfelde. Mit dem Aufmarsch versuchte die Berliner Neonaziszene, nun auch in Hohenschönhausen die Stimmung bezüglich der geplanten Containerdörfer rassistisch aufzuladen, wie es bereits zuvor in Marzahn, Köpenick und Buch teilweise gelungen war.

Das Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz hatte zu Protesten aufgerufen und im Umfeld des Aufmarschs fünf Kundgebungen organisiert. Mehr als 250 Menschen aus dem Bezirk und aus dem Rest der Stadt gesellten sich zu den Kundgebungen oder protestierten direkt am Aufmarsch. Es ist ein gutes Zeichen, dass sich auch in Hohenschönhausen deutlich mehr Leute finden, die ihre Solidarität mit Flüchtlingen ausdrücken und den Rassist/innen eine Abfuhr erteilen.

Wie es bereits in unserem Grundsatzpapier heißt, wollen wir Menschen, „die aus unmenschlichen und unsicheren Verhältnissen geflohen sind, mit unseren Möglichkeiten willkommen heißen und respektvoll behandeln. Was uns eint, ist das Engagement gegen rassistische und diskriminierende Hetze sowie das Eintreten für Menschenrechte.“

Weihnachtsfest im Flüchtlingsheim Herzbergstraße

In den vergangenen Wochen wurde in Lichtenberg für die Aktion “Weihnachten im Schuhkarton” geworben, mit der Geschenke für die Kinder und Jugendlichen im Flüchtlingsheim Herzbergstraße gesammelt werden sollten. Über 70 Geschenke sind von Lichtenberger_innen gespendet worden und wurden am Mittwoch, dem 17. Dezember den Menschen im Heim übergeben.
An diesem Tag fand im Heim eine Weihnachtsfeier statt, an der auch mehrere Vertreter_innen des Lichtenberger Bündnisses für Demokratie und Toleranz teilnahmen und zusammen mit den Heimbewohner_innen sangen und tanzten.
Die Freude war beiderseitig und es wurden Kontakte für zukünftige Kooperationen geknüpft.

Ein großer Dank geht an alle Menschen, die sich die Mühe gemacht haben, ein Geschenk für Flüchtlingskinder und -Jugendliche zu spenden.

Dienstag, 16.12.2014 – Protest gegen Rassismus in Falkenberg



Willkommen in Lichtenberg – Solidarität mit Flüchtlingen!

In der letzten Zeit sind viele Menschen geflohen vor Krieg, Hunger, Diskriminierung, Bedrohung und Not. Flucht bedeutet, dass man sein zu Hause aufgibt und sich auf einen langen, gefährlichen Weg macht für ein besseres Leben – viel lässt man zurück.
Am Dienstag den 16. Dezember wird unter anderem über die Facebookseite „Kein Asylanten- Containerdorf in Falkenberg“ zu einer Demonstration ab 19 Uhr aufgerufen. Treffpunkt der Heimgegner ist der netto-Parkplatz Egon-Erwin-Kisch-Straße Ecke Falkenberger Chaussee. Anmelder ist ein Mann aus Köpenick. Die Facebook-Seite ist Teil eines rassistischen Netzwerkes in Berlin, das unter dem Label „Berlin wehrt sich“ agiert und maßgeblich von organisierten Rechtsextremen getragen wird.
Das Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz ruft dazu auf am Dienstag den 16. Dezember Solidarität mit Flüchtlingen zu zeigen. Allein durch den Krieg in Syrien wurden 2,8 Millionen Menschen zu Flüchtlingen. Einige von ihnen werden ab 2015 auch in Falkenberg ein neues zu Hause und Schutz finden. Dort entsteht im Hausvaterweg ein sogenanntes Containerdorf für 240 Flüchtlinge. Das Recht auf Asyl ist im deutschen Grundgesetz verankert und beinhaltet den Schutz der Person und die Bereitstellung von Mitteln zur Existenzsicherung, wie zum Beispiel eine Unterkunft.
Unser Ziel ist es nicht, die Debatte über die Unterbringung von Flüchtlingen durch Demonstrationen zu ersetzen. Wir wollen jedoch deutlich machen, dass Rassismus und Ausgrenzung in Falkenberg und anderswo keinen Platz hat.
Darum ruft das Lichtenberger Bündnis auf, sich an den Kundgebungen für die Flüchtlinge zu beteiligen und nicht an der Demonstration gegen sie, denn Lichtenberg ist ein weltoffener und toleranter Bezirk.

Um an den Protesten teilzunehmen, kommen Sie um 18:00 Uhr zu folgenden Kundgebungen:

1. In der Nähe des Startpunkts:
Pablo-Picasso-Str. Ecke Falkenberger Chaussee

2. Vor der Fritz-Reuter-Oberschule:
Prendenerstraße Ecke Falkenberger Chaussee

Weitere Anlaufpunkte:

3. Vor dem geplanten Containerdorf:
Hausvaterweg Ecke Dorfstraße

4. Vor den Welsegalerien:
Vincent-van-Gogh-Str. Ecke Randowstraße

5. Am Ende der Route:
Märkische Allee Ecke Klandorfer Straße

Ein Flugblatt zum kopieren:
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Als A4-Kopiervorlage:
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Stadtplan mit Route und Gegenkundgebungen:
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