250 Menschen protestieren gegen rassistischen Aufmarsch

Am Dienstag, dem 16. Dezember 2014, veranstalteten etwa 120 Menschen einen Anti-Flüchtlingsheim-Aufmarsch in Hohenschönhausen. Schon am Startpunkt wurde deutlich, dass die gesamte Aufmarsch-Struktur von Aktivist/innen der Berliner NPD gestellt wurde. Mit rassistischen Redebeiträgen und Parolen zog der Aufmarsch quer durch Wartenberg und Falkenberg und endete am S-Bhf. Ahrensfelde. Mit dem Aufmarsch versuchte die Berliner Neonaziszene, nun auch in Hohenschönhausen die Stimmung bezüglich der geplanten Containerdörfer rassistisch aufzuladen, wie es bereits zuvor in Marzahn, Köpenick und Buch teilweise gelungen war.

Das Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz hatte zu Protesten aufgerufen und im Umfeld des Aufmarschs fünf Kundgebungen organisiert. Mehr als 250 Menschen aus dem Bezirk und aus dem Rest der Stadt gesellten sich zu den Kundgebungen oder protestierten direkt am Aufmarsch. Es ist ein gutes Zeichen, dass sich auch in Hohenschönhausen deutlich mehr Leute finden, die ihre Solidarität mit Flüchtlingen ausdrücken und den Rassist/innen eine Abfuhr erteilen.

Wie es bereits in unserem Grundsatzpapier heißt, wollen wir Menschen, „die aus unmenschlichen und unsicheren Verhältnissen geflohen sind, mit unseren Möglichkeiten willkommen heißen und respektvoll behandeln. Was uns eint, ist das Engagement gegen rassistische und diskriminierende Hetze sowie das Eintreten für Menschenrechte.“