Archiv für Juli 2015

[PM] Berliner Polizei verhindert Gedenkaktion für Betroffene rassistischer Gewalt in Weißensee/Hohenschönhausen

In den letzten zwei Monaten kam es im Grenzgebiet von Weißensee und Hohenschönhausen zu drei bekanntgewordenen rassistischen Angriffen. Am Donnerstag, dem 23. Juli 2015, trafen sich auf Anregung der bezirklichen Netzwerkstellen [moskito] und Licht-Blicke Menschen aus den beiden Bezirken Pankow und Lichtenberg, um diese Orte rassistischer Gewalt zu kennzeichnen. Die Aktion wurde nach kurzer Zeit von einem größeren Aufgebot der Berliner Polizei verhindert und die Gedenkplakate entfernt.
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23.7. Spaziergang zum Markieren von Tatorten rassistischer Übergriffe und Demonstration

Am vergangenen Sonntag, dem 19. Juli, ereignete sich erneut ein rassistisch motivierter Angriff auf eine Person nicht-deutscher Herkunft. Eine Frau aus Polen wurde in der Nähe der Tram-Station Feldtmannstraße rassistisch beleidigt, bespuckt und getreten. Einem ihr zur Hilfe eilender Mann wurde ins Gesicht geschlagen.
Dieser Vorfall ist der dritte binnen zwei Monaten entlang der Tram-Linie M4 zwischen Buschallee und Hohenschönhausen. (mehr…)

Lichtenberger AfD – Auf Kuschelkurs mit Nazis

Am 13. Juli veröffentlichte das APABIZ einen Hintergrundartikel zum Lichtenberger AfD-Funktionär Heribert Eisenhardt und dessen Beteiligung an der extrem rechten BärGIDA-Demonstration. Die taz hat die Veröffentlichung aufgegriffen und beim AfD-Landesverband nachgefragt:

„Der Landesvorstand habe das selbst erst durch die Veröffentlichung des apabiz erfahren, sagt Landessprecher Götz Frömming am Dienstag der taz. Über das andauernde Bärgida-Engagement Eisenhardts sei man „not amused“ und werde die Personalie in einer Vorstandssitzung am Mittwoch besprechen.
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Aktionen nach rassistischen Übergriffen in der Buschallee

Gestern Nachmittag trafen sich mehr als 20 Menschen an der Ecke Buschallee/Hansastraße, um nach dem zweiten rassistisch motivierten Angriff dort innerhalb weniger Wochen über Möglichkeiten der Reaktion zu diskutieren.
Die ersten Schritte wurden gleich im Anschluss getan. Es gab eine kurze Spontankundgebung an der Straße und vorbereitete Flugblätter wurden an die Passant_innen und in die Briefkästen der umliegenden Häuser verteilt.
Wir werden – zusammen mit Engagierten aus dem Bezirk Pankow – genau beobachten, ob sich diese Ecke zu einem Schwerpunkt rechter Aktivitäten entwickelt, und dann dementsprechend darauf reagieren.

Wir unterstützen diese Stellungnahme des DGB-Kreisverbandes:

„DGB-Kreisverband Ost verurteilt Angriff auf BewohnerInnen der Flüchtlingsunterkunft Freienwalder Straße

Mit großer Bestürzung und Sorge haben die Mitglieder des DGB-Kreisvorstands Ost (Lichtenberg/Marzahn-Hellersdorf) auf die Meldung reagiert, dass eine serbische Familie, die zurzeit in Lichtenberg wohnt, am Donnerstag (02.07.2015) angegriffen, geschlagen, bestohlen und rassistisch beschimpft wurde…“

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