Statement zur aktuellen um sexualisierte Gewalt im Bezirk

Die erhitzte Debatte um die sexuellen Übergriffe in Köln wirkt. Derzeit versuchen Neonazis und Rassist_innen überall zu punkten, indem sie die Themen Flüchtlinge und sexuelle Gewalt verbinden. So auch in Lichtenberg.

In der vergangenen Woche veröffentlichte eine Lichtenberger Anti-Flüchtlings-Facebookseite die Geschichte einer 13-Jährigen, die
angeblich von Flüchtlingen entführt und vergewaltigt worden sei und stellte die Behauptung in einen Kontext mit dem Flüchtlingsheim in Falkenberg. Die Hetze wirkte. Da nutzte auch ein Statement der Polizei nichts, nach dem das Mädchen die Entführung und Vergewaltigung in ihrer Aussage widerrufen hätte.

Inzwischen haben in Marzahn mehrere Kundgebungen stattgefunden und eine Bürgerwehr hat sich konstituiert. In Lichtenberg gab es mehrere Angriffe auf das Falkenberger Heim und einen Angriff auf einen Flüchtling in der S-Bahn am Nöldnerplatz.

Die Betreiber der rassistischen Facebookseite scheinen die eskalierende Gewalt gegen Flüchtlinge nun noch ausbreiten zu wollen. So wurden in den letzten Tagen ähnliche Behauptungen über ein von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen bewohntes Heim in Lichtenberg verbreitet, wohl in der Hoffnung, dass es auch dort Proteste und Angriffe geben würde.

Gerade in einer so aufgeheizten Debatte ist es hingegen wichtig, Fakten zu prüfen, sachlich zu argumentieren, jeglicher rassistischer Hetze einen Riegel vorzuschieben und sich schützend vor die Betroffenen rassistischer Gewalt zu stellen.